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Deutschland wird vor Ort entschieden

Für einen selbstständigen Landkreis Northeim
Bürgerprogramm 2016 - 2021

Wir Freie Demokraten im Landkreis Northeim machen uns stark für einen selbständigen Landkreis Northeim. Wir sind der festen Überzeugung, wenn wir gemeinsam mit den Städten und Gemeinden die Weichen richtig stellen, dann können wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern an einer zukunftsfesten und lebenswerten Heimat arbeiten.

Unser Landkreis hat schon heute viel Gutes zu bieten. Es gibt zahlreiche Unternehmen in Mittelstand und Handwerk, die sich sehr erfolgreich entwickeln und Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Sie stellen sich auch der Verantwortung für unsere Gesellschaft. Es gibt zahlreiche Ehrenamtliche, die in Vereinen und Organisationen tätig sind und sich für das soziale Miteinander einsetzen. Es gibt auch zahlreiche Menschen, die mit ihren unternehmerischen und ehrenamtlichen Initiativen unsere Städten und Gemeinden schöner und besser machen. All diese Kräfte gilt es zu stärken, statt sie zu bevormunden und zu gängeln.

Die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Kreistag hat fast nur den Status quo verwaltet. Wir brauchen aber einen Vorwärtsruck! Im neuen Kreistag wollen wir neue Impulse setzen. Dafür bitten wir um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.

Herzliche Grüße!

Ihr Christian Grascha

Kreisvorsitzender

 

Beste Bildung, Vielfalt der Schulformen, Schulfrieden

Wir Freie Demokraten setzen uns für Wahlfreiheit und für beste Bildung jedes einzelnen Kindes ein. Der Erhalt der schulischen Vielfalt bedeutet für uns, dass es auch weiterhin starke sowie technisch und räumlich bestens ausgestattete Schulen des differenzierten Schulsystems geben muss. Das gegliederte Schulsystem ist in vieler Hinsicht ein Erfolgsmodell, weshalb es als ein wichtiges Kernstück unseres Schulsystems weitergeführt werden soll. Das bedeutet konkret, dass sich die FDP im Landkreis weiterhin für den Erhalt der Realschulen und Oberschulen, der Hauptschulen und der Gymnasien einsetzen wird. Nur auf diese Weise kann das freie Wahlrecht der Eltern für die gewünschte Schulform ihres Kindes garantiert werden. Auch die Berufsbildenden Schulen leisten mit ihrem dualen Angebot einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg vieler junger Menschen durch Bildung. Die integrativen und kooperativen Angebote halten ihrerseits attraktive Schulangebote im Landkreis vor. Nach Auffassung der FDP sollte allerdings kein Schulsystem das andere ersetzen können. Die Entwicklung der Schullandschaft im Landkreis ist auch von der Bevölkerungsentwicklung abhängig, weshalb die von uns favorisierte vielfältige Schullandschaft weiterhin ein Attraktivitätsmerkmal für den gesamten Landkreis darstellen sollte.

  1. Wir werden uns für die kommunalpolitisch zu verankernde Bildungsbewegung „Learning Cities“, lernende Städte, einsetzen. Sie wurde von der UNSECO im Oktober 2013 weltweit ausgerufen. Hierbei gilt es im außerschulischen Bereich durch aktives und kreatives bürgerliches Engagement lebenslanges Lernen allen Menschen vor Ort zugängig zu machen und zu gestalten. Die produktive Verzahnung verschiedenster Lernangebote auch unter Einbeziehung neuester digitaler Kommunikations- und Lernmethoden soll nachhaltig zu einer Attraktivitätssteigerung der Städte im Landkreis Northeim beitragen.


  1. Wir möchten alle weiterführenden Schulen mit lernfördernder Klassenzimmerausstattung sowie einer exzellenten IT-Ausstattung versehen. Hierzu gehören: farbenfrohe Wände in den Klassenräumen und Fluren, ausreichend Tageslicht, gute Akustik sowie ansprechendes und flexibel verwendbares Mobiliar, das den pädagogischen Anforderungen und Bedürfnissen der jeweiligen Schülerschaft gerechter wird. Für alle offenen und gebundenen Ganztagsschulen sehen wir die Notwendigkeit von ebenso ansprechend gestalteten Ruhezonen und Ruheräumen.


  1. Im Bereich der frühkindlichen Bildung werden wir uns für die Einführung einer dritten pädagogischen Kraft in den KITAS einsetzen, für die dem Land Niedersachsen bereits im Jahr 2014 Bundesmittel zur Verfügung gestellt wurden. Auch in Anbetracht der Integration von Flüchtlingskindern ist das dringend notwendig. Gleichzeitig wird sich die FDP für die Stärkung und für ein ausreichendes Angebot an Tagesmüttern engagieren, denn auch diese Betreuungsmöglichkeit soll im Sinne der Wahlfreiheit erhalten und ausgebaut werden.


  1. Erhalt der Förderschulen Lernen. Wir setzen uns sowohl im Landkreis als auch auf Landesebene für eine Inklusion ein, in der das einzelne Kind und dessen Anforderungen im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet, dass die derzeit auslaufenden Förderschulen Lernen als Teil des inklusiven schulischen Angebots – beispielsweise in Förderklassen an der jeweiligen Regelschule - bestehen bleiben. Eine Inklusion zulasten der Kinder und Eltern lehnen wir an. Auch hier setzen wir uns für Wahlfreiheit ein.


  1. Wir setzen uns für den Erhalt aller Gymnasien im Landkreis Northeim ein. Das 2015 im Landtag von Rot-Grün verabschiedete Schulgesetz ermöglicht es, auch ein Gymnasium zugunsten einer Integrierten Gesamtschule zu schließen; es sei denn, ein Gymnasium ist unter Benutzung von Verkehrsmitteln innerhalb von 45 Minuten pro Wegstrecke nicht erreichbar. Wir lehnen grundsätzlich die Schließung eines Gymnasiums zwecks Errichtung oder Ausbau einer Integrierten Gesamtschule ab. Da unser Landkreis stark vom demografischen Wandel trotz des Zuzugs von Flüchtlingen betroffen ist, halten wir die Errichtung neuer Oberstufen an Gesamtschulen und an Oberschulen für kontraproduktiv.


  1. Wir setzen uns für den Erhalt von Realschulen, Hauptschulen und Oberschulen ein. Die Integrativen Gesamtschulen in Einbeck und Bodenfelde sowie die Kooperative Gesamtschule in Moringen erweitern die Wahlfreiheit. Eine einseitige politische Bevorzugung dieser Schulen darf aus unserer Sicht nicht zur Einschränkung der Angebote oder zur Schließung von Schulen des differenzierten Schulsystems führen. Dies würde die heutige Vielfalt erheblich einschränken und insbesondere bei kleineren Schulstandorten zu einer Existenzgefährdung führen. Vor Veränderungen der Schullandschaft im Landkreis befürwortet die FDP auch weiterhin repräsentative Umfragen der betroffenen Bevölkerung.


  1. Für die Berufsbildenden Schulen gilt es vor allem die derzeit unzureichende Unterrichtsversorgung wieder anzuheben. Diese Schulen leisten nicht nur einen sehr großen Beitrag zur schulischen und beruflichen Ausbildung junger Menschen im dualen System, sondern sie tragen auch maßgeblich zur beruflichen Integration von Jugendlichen Flüchtlingen bei.


  1. Insbesondere auf Landesebene werden wir uns als Freie Demokraten weiterhin für eine Verbesserung der Unterrichtsversorgung aller Schulformen einsetzen. Eine landesweite Unterrichtsversorgung von deutlich über 100 Prozent für jede Schulform gehört zum Maßstab bester Bildung, die auch für uns in Niedersachsen zu einer Selbstverständlichkeit werden muss.


  1. Wir Freie Demokraten werden uns im Landkreis Northeim für einen freiheitlichen Kurs beim Ganztagsausbau einsetzen. Für uns spielt bei der Einrichtung von Ganztagsschulen die Wahlfreiheit der Eltern die zentrale Rolle. Die Lebensumstände von Eltern und Schulkindern sind unterschiedlich und lassen sich nicht in eine Einheitsschablone pressen. Schulträger brauchen insofern Gestaltungsfreiheit, um den Bedürfnissen der Eltern gerecht zu werden; auch weiterhin mit offenen und teilgebundenen Ganztagsschulen. Auf diese Weise kann beispielsweise durch Kooperationen zwischen offenen Ganztagsschulen und Vereinen dieses wichtige außerschulische Angebot weiterhin ein tragender Teil des gesellschaftlichen Umfeldes vor Ort bleiben. Darüber hinaus möchten wir auch Horte weiterhin fördern, damit sie nicht gänzlich durch Ganztagsschulangebote ersetzt werden.


  1. Vom Land Niedersachsen zu finanzierende Schulsozialarbeit muss so schnell wie möglich und ohne Ausnahme allen Schulformen zukommen. Die kontinuierlich steigende Heterogenität der Schülerschaft an allen Schulformen macht die gesetzlich verankerte und somit verlässliche Präsenz eines Schulsozialarbeiters an allen Schulformen unerlässlich. Auch vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl der Flüchtlingskinder in den Schulen Niedersachsens muss verlässliche Schulsozialarbeit für das weitere gelingende Miteinander an allen Schulformen gewährleistet sein.

Gründungskultur = Bürokratieabbau + steuerliche Entlastung + Gründerzentrum + Networking

Unternehmensgründungen sind im Landkreis Northeim in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen. Die Anzahl der Gründungen hat sich in den vergangenen 10 Jahren fast halbiert. Gründungen stellen realisierte Innovationen und unternehmerischen Mut dar. Sie sind Triebfedern für die wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb setzen wir uns insbesondere für die Schaffung einer ermutigenden Gründungskultur im Landkreis Northeim ein:

Wir fordern besondere Aufmerksamkeit, Unterstützung, Wertschätzung und Würdigung für Start-Ups durch...

...den Abbau bürokratischer Hürden für Unternehmensgründer.

...die Vermeidung weiterer Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger und damit auch für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen durch steigende Steuern und Gebühren.

...die Einrichtung eines Gründerzentrums in Zusammenarbeit mit anderen südniedersächsischen Landkreisen nach dem Vorbild vergleichbarer, innovativer Regionen.

...die Vernetzung der Start-Ups mit öffentlichen Einrichtungen und etablierten Unternehmen.

Eigenständiger Landkreis – solide Finanzen

Wir Freie Demokraten setzen uns weiterhin für einen eigenständigen Landkreis Northeim ein. Die zwingende Voraussetzung dafür sind gesunde und solide Kreisfinanzen. 2011 war der Landkreis durch den Verkauf der EAM-Aktien schuldenfrei, aktuell belaufen sich die Verbindlichkeiten des Landkreises auf über 200 Mio. Euro.

Wir werden uns auch weiterhin dafür stark machen, dass sich der Landkreis auf die notwendigen Aufgaben konzentriert und kein politisches „Wünsch Dir was“ mit vielen zusätzlichen und meist überflüssigen Ausgaben regiert. Wir fordern den Personaleinsatz bei den freiwilligen Leistungen sowie bei den Pflichtaufgaben laufend auf Effizienz zu überprüfen. Das Ziel muss eine schlanke und arbeitsfähige Verwaltung sein, die sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren kann. Mischfinanzierungen, Förderprogramme und die zahlreichen Beauftragten müssen kritisch hinterfragt und auf ihren Nutzen hin überprüft werden.

Statt auf Landkreis-Fusionen setzen wir auf interkommunale Zusammenarbeit mit anderen Landkreisen; auch innerhalb des Landkreises mit den Städten und Gemeinden. Falls in der Wahlperiode von 2016 bis 2021 die Debatte um Fusionen erneut beginnt, fordern wir die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in Form einer Bürgerbefragung.

Eine Erhöhung der Kreisumlage und damit eine stärke Belastung für unsere Städte und Gemeinden lehnen wir ab.

Wir werden uns in Land und Bund dafür stark machen, dass öffentliche und private Infrastruktur und Einrichtungen erhalten bleiben. Hierzu zählen insbesondere die medizinische Versorgung mit Fach- und Hausärzten, Krankenhäuser sowie Amtsgerichte.

Flüchtlingspolitik: Unser Landkreis muss die Herausforderungen meistern

Deutschland, Niedersachsen und damit auch der Landkreis Northeim stehen durch die Flüchtlingskrise vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Die Unterbringung und die Erstversorgung sind nur der kleinste Teil der Aufgaben. Die Integration in unsere Gesellschaft wird die weitaus schwierigere Aufgabe sein. Hierfür sind Sprache und Arbeit die entscheidenden Schlüssel. Seit Monaten sind viele Ehrenamtliche in unserem Landkreis in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Auch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen leisten viel mehr als ihren normalen Dienst. Ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer geraten bei derartigen Strömen jedoch an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit und auch ihrer Leistungsbereitschaft. Viele zweifeln mittlerweile, ob unser Staat die Voraussetzung dafür schafft, dass wir diese Krise bewältigen können. Der Flüchtlingszustrom muss von Bund und Land dauerhaft deutlich reduziert werden. Für diejenigen, die dauerhaft hier bleiben, muss die Integration gelingen, damit sich keine Parallelgesellschaften bilden.

Als Freie Demokraten setzen wir uns auf Bundes- und Landesebene dafür ein:

  • Das Land muss die Kosten für die Flüchtlingskrise komplett erstatten. Hierzu zählen sowohl die Pflichtleistungen sowie auch zumindest zum Teil die freiwilligen Leistungen.

  • Das Land muss den Landkreisen schneller und vor allem rechtssicher die Kosten der Flüchtlingskrise erstatten.

  • Der Bund soll für Flüchtlinge statt Asylverfahren den vorübergehenden humanitären Schutz gewähren, um langwierige Verfahren zu vermeiden, Integrationsmaßnahmen sofort beginnen und die Möglichkeit der Rückführung nach Ende des Bürgerkriegs schaffen. Gleichzeitig soll der Bund ein modernes Einwanderungsgesetz nach den Kriterien unseres Arbeitsmarktes schaffen.

  • Das Land soll dafür Sorge tragen, dass die Kommunen im Land feste und qualifizierte Ansprechpartner haben, die sie bei ihrer Aufgabe unterstützen und darauf hinwirken, dass für die Kommunen ausreichend Fortbildungsangebote bestehen.

  • Es muss sichergestellt werden, dass die Landkreise rechtzeitig informiert werden, wann und welche Anzahl von Flüchtlingen bei ihnen zur Unterbringung ankommen wird. Hier braucht es verlässliche Rahmenbedingungen.

  • Das Land muss sicherstellen, dass die Kommunen mehr Details über die Asylbewerber im Vorfeld erfahren, um die Unterbringung und Betreuung effizienter und bedarfsgerechter zu gestalten; insbesondere im Sinne der besseren Betreuung und Unterbringung von Kindern.

  • Flüchtlinge, deren Asylanträge ohne Aussicht auf Erfolg sind und bei denen eine Rückführung in das Heimatland möglich ist, sollen in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes bis zur Abschiebung verbleiben, um so die Kommunen zu entlasten.

  • Das Land muss die Kapazitäten für die Erstaufnahme nach Bedarf anpassen, um die Registrierung und die Erfassung von persönlichen Daten, die sprachliche und berufliche Qualifikation sowie die Erstuntersuchung vor der Verteilung auf die Landkreise durchführen.

  • Das Land muss schon bei der Erstaufnahme mit Sprach- und Wegweiserkursen zur Vermittlung unserer freiheitlich-demokratischen Werte und des damit verbundenen Alltagsverhaltens beginnen.

Außerdem fordern wir weitere Änderungen, um zu schnelleren Rückführungen ausreisepflichtiger Personen zu kommen. Wir brauchen die dann frei gewordenen Kapazitäten, um uns verstärkt um die Personen zu kümmern, die absehbar hier bleiben werden. Außerdem ist die Rückführung die Durchsetzung eines rechtstaatlichen Verfahrens. Um hier wieder Vertrauen bei den Bürgerinnen und Bürgern zurückzugewinnen, müssen diese Rückführungen schnell und konsequent durchgesetzt werden.

Als Freie Demokraten setzen wir uns in unserem Landkreis dafür ein:

  • Wir brauchen im Landkreis ein „Bündnis für Arbeit“ - Integration in den Arbeitsmarkt muss gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft, weiteren Arbeitgebern und Gewerkschaften weiter konkret voran gebracht werden.

  • Konsequente Rückführung ausreisepflichtiger Asylbewerber im Rahmen der Möglichkeiten des Landes.

  • Ausbau von weiteren Sprachkursen an der Kreisvolkshochschule, insbesondere für bestimmte Zielgruppen (Mutter und Kind Sprachkurse mit Kinderbetreuung).

  • Ausbau zusätzlicher Kinderbetreuung in Kinderkrippen und Kindergärten. Das Angebot auch über den Rechtsanspruch hinaus darf für „einheimische“ Kinder nicht ausgedünnt werden.

  • Der Ausbau zusätzlicher Kinderbetreuung darf nicht zu Gebührenerhöhungen führen.

  • Die Unterbringung muss weiter dezentral erfolgen. Die Unterbringung in Sporthallen, Feuerwehrhäusern oder Dorfgemeinschaftshäusern muss verhindert werden. Sport und das dörfliche Leben sind wichtige Bausteine für gelungene Integration, die es zu bewahren und zu stärken gilt. Die dort Engagierten sind auch häufig in der Flüchtlingshilfe tätig. Sie dürfen hier nicht doppelt in Anspruch genommen werden.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist eine wesentliche Säule für die Entwicklung unseres ländlich geprägten Landkreises. Dabei sind nicht nur die direkten Arbeitsplätze zu berücksichtigen, sondern auch die vor- und nachgelagerten. Wir wollen politische Rahmenbedingungen schaffen, damit Höfe in unserem Landkreis auch in der nächsten Generation erfolgreich geführt werden können. Hierzu gehört, dass die Städte und Gemeinden gemeinsam mit dem Landkreis Betriebserweiterungen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben unterstützen. Nur mit einer zukunftssicheren Perspektive der hiesigen Höfe und Familien kann sich zum Beispiel Direktvermarktung vor Ort weiter positiv entwickeln. Eine einseitige Unterstützung spezieller Produktions- und Haltungsformen lehnen wir ab.

Energiepolitik und Mobilität

Die sichere, umweltverträgliche und preisgünstige Versorgung mit Energie ist für uns gerade im ländlichen Raum eine wesentliche Grundlage für die Lebensqualität. Dort, wo es Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern gibt, setzen wir auf regenerative Energieerzeugung vor Ort.
Wasserkraft, Bioenergie, Solar-, und Windkraft sollen dezentral erzeugt und weiterentwickelt werden, damit die Wertschöpfung aus diesen umweltverträglichen Wirtschaftsformen den Menschen in unserem Landkreis nützt. Dabei ist allerdings auch der Schutz von Anwohnern, Eigentum und Umwelt zu berücksichtigen. Die Planungshoheit soll bei den Städten und Gemeinden verbleiben. Sie sind näher an den speziellen Gegebenheiten vor Ort.
Die Verkehrsinfrastruktur des Landkreises ist weiter zu verbessern. Dabei sind die vorhandenen Straßen und Wege zu erhalten und nur in Einzelfällen weitere Neubauten (Umgehungsstraßen) erforderlich. Der öffentliche Personennahverkehr und die Anbindung der Ortschaften an die Grund- und Mittelzentren haben Vorrang.

Umweltpolitik – Schutz unserer Lebensgrundlagen

Der Schutz der natürlichen Vielfalt und Schönheit unserer Landschaft ist für die FDP ein sehr wichtiges Anliegen. Wir wollen diesen Schutz gemeinsam mit den Menschen vor Ort sichern. Dabei setzen wir auf den Dialog zwischen den Interessen der örtlichen Bevölkerung und den wichtigen Zielen des Umweltschutzes.
Eine gesunde Umwelt ist auch für unsere Kinder zu erhalten und zu entwickeln. Der Schutz der Umwelt hat jedoch nicht vor, sondern mit den Menschen zu erfolgen.
Die umweltverträgliche Entsorgung unserer Siedlungs- und Wirtschaftsabfälle gemeinsam mit den benachbarten Landkreisen soll weiter verbessert werden. Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit sind dabei in Einklang zu bringen. Gebührenerhöhungen sind soweit möglich zu vermeiden. Kosteneinsparpotentiale sind zu prüfen und umzusetzen.

Ehrenamt, Vereine, Sport

Unser Gemeinwesen wäre um ein Vielfaches ärmer, wenn Ehrenamtliche nicht mannigfache Hilfe und Unterstützung leisten würden. Das Ehrenamt spielt daher für Liberale vor Ort eine zentrale Rolle. Es bedeutet Eigenverantwortung und Selbstbestimmung. Die FDP will das Ehrenamt ohne Schaffung neuer bürokratischer Strukturen weiter stärken.
Ehrenamtlichkeit organisiert sich in großem Umfang in unseren Vereinen. Dabei spielen Sportvereine eine herausragende Rolle. Sie bieten Angebote für Freizeitgestaltung, Gesundheitsförderung und Integration. Die geänderten Kreisrichtlinien zur Förderung der allgemeinen Jugendarbeit sind auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

Jugend

Der demografische Wandel macht auch vor dem Landkreis Northeim nicht halt. Immer wichtiger wird es heute das Angebot im Landkreis für Jung und Alt gemeinsam zu gestalten und die Jugend sehr früh und intensiv mit einzubinden. Unser Landkreis muss für die Jugend attraktiv bleiben. Es ist als Aufgabe der Politik zu sehen, die Institutionen zu unterstützen, die hierzu einen großen Beitrag leisten. Ein Beispiel für diese Form der Unterstützung ist die Schaffung von Veranstaltungsorten, an denen das Angebot für Jugendliche forciert und kontinuierlich erweitert werden kann. Eine Zusammenarbeit mit allen betroffenen Organisationen ist hier das Ziel, um den Jugendlichen in unserem Landkreis die Perspektive und das Angebot zu geben, das sie benötigen und auch verdienen.
Ziel der FDP ist es, in Bezug auf die Jugendhilfemaßnahmen die Haushaltsmittel verstärkt so einzusetzen, dass Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und ggf. von vornherein vermieden werden können. Hierzu wird eine enge Abstimmung und Koordination mit den einzelnen Kommunen des Landkreises notwendig sein, um die Dinge wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. U.a. die Jugendstiftung sowie die Sport- und Sozialstiftung des Landkreises erweisen sich schon heute durch die Förderung zahlreicher auch ehrenamtlicher Einzelprojekte zunehmend als „Segen“ für unseren Landkreis.

Kultur

Die FDP wird die Arbeit der von der FDP durchgesetzten „Kontaktstelle Musik“ unterstützen. Zu gegebener Zeit muss die Verwaltung über bestehende Maßnahmen und geplante Projekte der Kontaktstelle berichten.
Der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises stehen Mittel zur Förderung der Kultur im Landkreis zur Verfügung. Die Förderung der Gandersheimer Domfestspiele stellt einen anerkannten Schwerpunkt dar. Darüber hinaus sollte der Grundsatz gelten, dass weitere Mittel in möglichst ausgewogener Weise für Projekte im Landkreis verteilt werden.

Freiwillige Feuerwehren

Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren erbringen einen unverzichtbaren ehrenamtlichen Dienst für die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landkreis und seinen Städten und Gemeinden.
Dies wird auch in Zukunft alternativlos so bleiben. Die zu erwartende demografische Entwicklung wird sich jedoch auch auf die Personalstärke der Feuerwehren unvermeidbar auswirken. Daher tritt die FDP dafür ein, jeder Feuerwehr und jedem Feuerwehrangehörigen im Landkreis die notwendige Ausstattung auf technisch zeitgemäßem Niveau für Ausbildung, Übungsdienst und Einsatz zur Verfügung zu stellen.

Öffentlicher Personennahverkehr

Viele Organisationen bemühen sich mit verschiedensten, sehr gut organisierten Veranstaltungen für Jung und Alt unseren Landkreis lebendig zu erhalten. Leider ist es oft nicht allen Menschen möglich diese Veranstaltungen zu besuchen, da es keine durchgängigen, flächendeckenden Verbindungen des öffentlichen Personennahverkehrs gibt. Auch fest in das Leben des Einzelnen integrierte, soziale Einrichtungen oder Standorte sind für Mitbürger, deren Wohnort nicht zentral gelegen ist, zum Teil nur schwer erreichbar. Es ist wichtig unser bestehendes Verkehrsnetz auf seine Effektivität hin zu überprüfen. Wo es erforderlich ist, sollte es zu vertretbaren Kosten erweitert werden, so dass unser Landkreis für alle Generationen noch mehr an Attraktivität gewinnen kann. Die jeweiligen Schulzeiten sollten bei den Fahrzeiten der jeweiligen Busverbindungen berücksichtigt werden.