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Das positive Bild von Europa weitertragen

Wir haben unsere Europakandidatin Melanie Bludau-Kater zum Interview gebeten:

Für die Leute, die Dich noch nicht kennen: Bitte beschreibe dich in zwei Sätzen!

Ich bin 1972 geboren und lebe mit meinem Mann und unseren 2 Söhnen (16 und 18 Jahre alt) in Uslar.

Nach dem Abitur 1992 und des Fachhochschulstudiums in Hildesheim arbeitete ich seit 1995 an verschiedenen Amtsgerichten als Rechtspflegerin, aktuell im Amtsgericht in Göttingen.

Seit 2 Jahren bin stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes Hardegsen-Uslar-Bodenfelde.

Die Kandidatur bei der Europawahl kostet Kraft und Zeit. Was motiviert Dich?

Für die Europawahl kandidiere ich, weil die Politik der EU für unser tägliches Leben von unmittelbarer Bedeutung ist. Ca. 70% der neuen Gesetze in Deutschland haben ihren Ursprung in Brüssel. Ich möchte nicht, dass diese Entscheidungen ohne die Beteiligung der Freien Demokraten getroffen werden.

Ich sehe meine Kandidatur vor allem als Botschafterin für die Stärken Europas und möchte bei meinen Mitmenschen das Interesse für die Wahl, vor allem aber die Bedeutung gerade dieser Europawahl wecken.

Meine Motivation besteht darin, das positive Bild, dass ich selbst von Europa habe, weiterzutragen und die Menschen zum Wählen zu bewegen.

Viele sehen in der EU immer noch ein Bürokratie-Monster. Wie willst Du die Menschen von den Vorzügen Europas überzeugen?

Die EU ist unbestritten in vielen Bereichen das von dir beschriebene „ Bürokratie- Monster“, da kann man auch nichts schöner reden. Wichtig ist, diesen bestehenden Reformbedarf zu erkennen und zu ändern. Die Freien Demokraten haben sich in ihrem Europawahlprogramm gerade dies zum Ziel gesetzt.

Dazu braucht es den Mut zur Veränderung, diese auch umzusetzen, damit die EU für die Bürgerinnen und Bürger wieder glaubwürdig wird und sie sich wieder mit ihr identifizieren können. Eine unserer Forderungen ist es deshalb z.B. die EU-Kommission auf 16 Kommissare zu verkleinern und nur noch einen Sitz in Brüssel beizubehalten.

Aber auch bei durchaus gerechtfertigter Kritik an der EU und Reformbedarf in vielen Bereichen, gibt es für mich keine Alternative zu Europa. Es gibt viele Bereiche, in denen die einzelnen Mitgliedstaaten zusammen mehr erreichen können und der einzelne Staat an seine Grenzen stößt.

Bei der letzten Europawahl kam die FDP - nur wenige Monate nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag - auf 3,4%. Was erwartest Du für den 26. Mai?

Ich bin so motiviert für diesen Wahlkampf, weil diese Europawahl wegweisend sein wird. Es ist eine Gestaltungswahl und ich möchte so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich davon überzeugen, wählen zu gehen.

Vielen ist die Bedeutung dieser Wahl, der Einfluss der EU auf ihr Alltagsleben und die Gefährdung der europäischen Werte durch rechts- und linkspopulistische Strömungen gar nicht bewusst. Dieses Bewusstsein möchte ich schaffen.

Das Interview führte Torge Gipp.

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