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Die Wirtschaft im Fokus

Junge Liberale, Liberale Senioren oder die Vereinigung liberaler Kommunalpolitiker? Die Freien Demokraten haben vielfältige Vorfeldorganisationen, die wir in den nächsten Monaten vorstellen wollen. Heute haben wir Nicole Langer gebeten über den Liberalen Mittelstand zu berichten.

Nicole, Du bist seit diesem Jahr Mitglied im Landes- und Bundesvorstand des Liberalen Mittelstandes. Außerdem hat die der Landesvorstand als kommissarische Vorsitzende für die Region Südniedersachsen benannt. Kannst Du den Verband kurz vorstellen?

Nun, der Liberale Mittelstand ist eine der sogenannten Vorfeldorganisationen der FDP, die sich jeweils hauptsächlich um die spezifischen Belange von verschiedenen Interessengruppen kümmern, und bei politischen Lösungsfindungen Ihren Focus auf eben diese Belange legen. Beim liberalen Mittelstand sind dies die Wirtschaft, der Mittelstand und KMU, Freelancer, Handwerker und auch leitende Angestellte aus allen beruflichen Bereichen. Dabei sind wir eine eigenständige Vereinigung, und man muß weder FDP Mitglied sein um bei uns aktiv mit zu gestalten, noch stört es wenn man Mitglied einer anderen demokratischen Partei ist. Da unsere parlamentarischer Ansprechpartner, über den wir zum Beispiel Anträge einbringen, jedoch die FDP ist, sollte man zumindest die liberalen Grundwerte vertreten. Außerdem war es mir persönlich wichtig, und damit habe ich mich auch bei meiner Vorstellungsrede zur Wahl in den Bundesvorstand vorgestellt, das wir beim liberalen Mittelstand auch künftig eine Anlaufstelle und Ansprechpartner für Soloselbstständige, und Selbstständige in geringerem Umfang bieten. Denn auch der Mittelstand als solcher profitiert von diesen Erwerbsformen, beziehungsweise können daraus auch schnell kleine Unternehmen entstehen, die mehr als einen Arbeitsplatz schaffen. Dafür braucht es aber gerade auch die politische Unterstützung, die bestehende Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen beseitigt.

Was können wir vom Regionalverband Südniedersachsen in nächster Zeit erwarten?

Na ich hoffe doch eine Menge! Aber mal ernsthaft, als nächstes steht eine Gründungsveranstaltung an, bei der wir uns in der Region gewissermaßen vorstellen wollen. Dabei sind wir derzeit in der Vorplanung, sprich das genau Veranstaltungsformat zu entwickeln, Redner und Gäste anzuschreiben die uns thematisch dabei unterstützen sollen, und vor allem eine geeignete Location dafür zu finden. Diese soll ansprechend, aber auch nicht zu kostenintensiv sein, da wir eben noch ein recht kleiner Verband mit wenigen Mitgliedern sind. Wer dort also in der Region einen Geheimtipp hat, immer gerne her damit! Danach soll dann recht zeitnah die erste ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden, mit den Vorstandswahlen und der ersten programmatischen Arbeit und eben all diesen Dingen. Natürlich sollen dann auch Lösungen für die Region und unsere Anliegen, in Anträge formuliert werden und auf Landesebene durch den Landesverband, auf Bundesebene durch den Bundesverband, eingebracht werden. Da haben wir in Südniedersachsen dann den kleinen Vorteil, das wir eben auch direkt im Bundesvorstand vertreten sind. Ebenso hat der Bundesvorstand des liberalen Mittelstandes mich zu den Bundesfachausschüssen der FDP "Arbeit und Soziales" sowie "Familie, Senioren, Frauen und Jugend" benannt. So können wir auch dort, unter anderem, unsere wirtschaftliche Sichtweisen in die programmatische Arbeit der FDP mit einbringen und den Mittelstand und unsere Region vertreten. Wer also ein dringendes Anliegen hat, welches thematisch zu uns passt, kann sich sehr gerne jederzeit an mich wenden, ich nehm das dann bereits jetzt gerne mit in die aktuelle Arbeit auf.

Was treibt Dich persönlich an, dich hier zu engagieren.

Nun, zum einen habe ich schon während des Wahlkampfes zur Bundestagswahl 2017 als Direktkandidat der FDP bemerkt, das hier in der Region die Wirtschaft insgesamt nicht immer so berücksichtigt und in den Focus gerückt wird, wie sie es eigentlich verdient hätte. Denn gute und faire Arbeitsplätze sind nicht nur dafür wichtig das unsere Dörfer und ländlichen Räume nicht mehr ausbluten, sondern sorgen eben auch dafür das die Kommunen mehr Einnahmen generieren können und so weiter. Leider war der bisherige Regionalverband "Harz" des liberalen Mittelstandes nicht mehr Aktiv, da sich schon vor einigen Jahren niemand mehr fand, der die Vorstandsarbeit übernehmen wollte. Also habe ich mich 2018 über ein Jahr lang darum bemüht, das dieser RV gewissermaßen reanimiert wird, und sowohl namentlich als auch gebietstechnisch erweitert wird. Im April 2019 fand dann das erste Treffen mit den Landesvorstand statt und die Dinge nahmen ihren Lauf. Außerdem, ich habe es eben schon erwähnt, treibt mich ganz persönlich vor allem die Situation der Soloselbstständigen um. Nicht nur weil ich selber eine sogenannte Soloselbstständige bin, die sich mit ihren kleinen Handwerksgewerbe aus dem ALG II Bezug rausgekämpft hat und nun im 9 Jahr ist, sondern auch weil ich so viele Kollegen und Situationen kenne, bei denen lediglich wegen der Erwerbsform Menschen benachteiligt werden. Und das kann es einfach nicht sein, gerade als Liberaler sträuben sich einem dabei die Nackenhaare. Leider ist es so, das aber genau diese Probleme selbst in politischen Kreisen kaum bis gar nicht bekannt sind, und man lieber auf Klischees und Unterstellungen zurück greift. Das zu ändern ist meine größe Motivation, denn jeder Mensch der eigenverantwortlich handelt, hat es verdient unterstützt statt gegängelt zu werden. Die Chancengerechtigkeit sollte bei der Erwerbsform nicht außen vor bleiben.

Das Interview führte Torge Gipp.

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